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Theater Pforzheim

Vorhang auf: Entdecken Sie das Schauspiel in der Spielzeit 2026/2027

 

Liebes Publikum,

neue Geschichten, bewegende Begegnungen und starke Bühnenmomente erwarten Sie in der neuen Schauspielspielzeit am Theater Pforzheim. Freuen Sie sich auf vielseitige Inszenierungen, spannende Perspektiven und Theatererlebnisse, die zum Nachdenken, Mitfühlen und Staunen einladen.

Ob große Klassiker oder zeitgenössische Stücke – das Schauspiel am Theater Pforzheim bringt Geschichten auf die Bühne, die Menschen verbinden und noch lange nachwirken.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Theater Pforzheim
 

 

Schauspiel Spielzeit 2026 - 2027

LEONCE UND LENA

Premiere am 23. Oktober 2026 im Großen Haus

Lustspiel von Georg Büchner

„Warum schlägt man einen Nagel durch zwei Hände, die sich nicht suchten?“ Zwei Königskinder, Prinz Leonce aus dem Reiche Popo und Prinzessin Lena von Pipi, fliehen vor einer standesgemäß arrangierten Ehe, weil sie der Langeweile entkommen und ihr Leben selbst bestimmen wollen. Und sie landen – zufällig oder schicksalhaft – doch in den Armen der oder des Anderen. Können sie den ihnen zugewiesenen gesellschaftlichen Rollen überhaupt entkommen?

In Georg Büchners schein-romantischem Lustspiel „Leonce und Lena“ treffen Weltschmerz auf Sprachwitz, Märchen auf Melancholie und ­Poesie auf Pop(o). Hinter der Maske der Komödie zeichnet der gescheiterte und ernüchterte Revolutionär Büchner mit satirischer Feder eine Gesellschaft ohne Fortschritt, Perspektive oder Utopie, in der aus Überdruss Sandkörner gezählt oder Steine bespuckt werden, während die Herrschenden ihre politischen Aufgaben und Untertanen schlicht vergessen. Da hilft auch ein Erinnerungs-Knopf im Schnupftuch nichts! Am Ende verspricht Leonce: „Wir lassen alle Uhren zerschlagen, alle Kalender verbieten und zählen Stunden und Monden nur nach der Blumenuhr, nur nach Blüte und Frucht.“ Wird es die junge Generation zum Besseren richten?

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NACHTLAND

Premiere am 30. Oktober 2026 im Podium

Schauspiel von Marius von Mayenburg

Nach dem Tod ihres Vaters finden die Geschwister Nicola und Philipp auf dem Dachboden des Elternhauses ein unscheinbares Aquarell, das die Signatur „A. Hiller“ trägt. Oder ist das erste „l“ vielleicht doch ein „t“ – und das Gemälde ein echtes Werk des „Führers“? Kaum steht diese Möglichkeit im Raum, da geraten Philipp, Nicola, deren Ehepartner:innen Judith und Fabian sowie eine Hitler-Expertin und ein interessierter Käufer auch schon in Streit darüber, wie man mit diesem Wissen umgehen soll: Hat das Gemälde etwa einen finanziellen, historischen oder sogar künstlerischen Wert, nur weil es von Hitler sein könnte? Kann man die Kunst überhaupt vom Künstler trennen? Und wäre es moralisch vertretbar, das Ganze zu Geld zu machen?

Wie sich die Familie in aberwitzige Diskussionen um Schuld, Sühne, antisemitische Klischees und Vorurteile sowie haarsträubende Erbschaftsstreitigkeiten verstrickt, wie Familiengeschichten gefälscht, lukrative Provenienzen behauptet und wechselseitig unmoralische Angebote unterbreitet werden, ist eine Klasse für sich! Marius von Mayenburg, Dramaturg, Regisseur und Autor zahlreicher preisgekrönter und international gespielter Stücke, gelingt mit „Nachtland“ – ein Auftragswerk für das Londoner Royal Court Theatre, uraufgeführt 2022 an der Berliner Schaubühne – eine lustvoll-böse Sprachkomödie über unsere problematische Vergangenheitsbewältigung, die genau bis dahin geht, wo der Profit anfängt.
 

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ELLING

Premiere am 27. November 2026 im Podium

Schauspiel von Axel Hellstenius

Die beiden Freunde Elling und Kjell Bjarne sind aufgeregt: Gemeinsam beziehen sie die erste eigene Wohnung in Oslo, vom Sozialamt zur Verfügung gestellt. Die alltäglichen Dinge des Lebens wie Telefonieren, Einkaufen und Essenmachen stellen das ungleiche Paar allerdings vor echte Herausforderungen. Denn der Ort, an dem sie sich kennengelernt haben, ist eine psychiatrische Klinik. Und nun sollen das selbsternannte, neurotische Muttersöhnchen Elling und sein „Blutsbruder“ Kjell Bjarne, für den es keine anderen Interessen zu geben scheint als Essen und Sex, wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden. Sie werden betreut von dem Sozialarbeiter Frank. Als die hochschwangere Nachbarin eines Abends sturzbetrunken vor ihrer Tür liegt, nimmt das Leben der beiden eine ungeahnte Wendung.

Was ist eigentlich normal? Sind wir nicht alle ein bisschen verrückt mit unseren Ängsten, Blockaden und Ticks? Axel Hellstenius’ herzerfrischende Komödie „Elling“ nach dem Bestseller-Roman von Ingvar Ambjørnsen wirft durch die Augen seiner beiden Helden einen skurrilen Blick auf unsere in jeder Hinsicht herausfordernde Welt. Und Hellstenius erzählt mit viel Humor und Gefühl vom Abenteuer, sich ihr zu stellen. Die Verfilmung von Peter Naess war 2002 für einen Oscar nominiert.

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DOPPELTÜREN

Premiere am 05. Februar 2027 im Großen Haus

Schauspiel von Alan Ayckbourn

Als sie eine Londoner Hotelsuite betritt, um einen alten Herren zu „bedienen“, ahnt die abgebrühte Domina Poopay noch nicht, welche unheimlichen und wunderbaren Überraschungen diese Nacht bereithält. Denn der greise, schwerreiche Reece hat sie nicht zum Sex sondern zu einer Beichte bestellt – und die bringt Poopay in tödliche Gefahr. Die Flucht durch die Doppeltüren des Hotelzimmers endet aber nicht in der Nachbarsuite, sondern … in der Vergangenheit. Und nun liegt es an Poopay, drei Todesfälle, einer davon ihr eigener, zu verhindern, durch die Zeiten verfolgt von einem psychopathischen Mörder und einem verwirrten Hoteldetektiv. Wird sie Reeces Ex-Frauen Ruella und Jessica retten können und mit ihrer Hilfe wohlbehalten zurück in die Zukunft kommen?
Der britische Autor und Theatermacher Sir Alan Ayckbourn, der seit Ende der 50er Jahre mit spitzfindigen Komödien („Glückliche Zeiten“ 
und „Schöne Bescherungen“ liefen auch am Theater Pforzheim) das Publikum in aller Welt begeistert hat, erlebt gerade eine kleine Renaissance. Sein 1994 uraufgeführtes Schauspiel „Doppeltüren“ ist ein raffiniert gebautes Stück Unterhaltung, das lustvoll mit Zitaten aus bekannten Thriller- und Science-Fiction-Klassikern spielt und – ganz nebenbei – ein kleines theatralisch-philosophisches Gedankenexperiment zum Thema Zeit auf die Bühne stellt.
 

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CAMP SIEGFRIED (DSE)

Premiere am 13. März 2027 im Podium

Schauspiel von Bess Wohl

Ein Sommer auf Long Island. Ein Mädchen und ein Junge begegnen und verlieben sich. Es gibt Musik und Tanz und Feuerwerk, Schwimmen und Mannschaftssport, Lagerfeuer und mitternächtliche Spaziergänge im Wald. Aber es ist das Jahr 1938, und im Sommercamp tummeln sich ausschließlich junge Amerikaner:innen deutscher Abstammung. Organisiert und geleitet wird es vom „German American Bund“, der die Ideologie des Nationalsozialismus verbreitet. In diesem Sommer wird sich viel verändern, nicht nur die Beziehung der beiden Teenager ...

„Camp Siegfried“ war tatsächlich eines von vielen Sommerferienlagern, die in der zweiten Hälfte der 30er Jahre in den USA eingerichtet wurden, um ein positives Bild von Nazi-Deutschland zu propagieren. Es existierte von 1936 bis 1941 in Yaphank auf Long Island. Die bereits vielfach preisgekrönte Theaterautorin Bess Wohl stieß auf die Geschichte des Camps, als sie ein Haus in der Nähe mietete und sich für die Lokalhistorie des Ortes interessierte. „Camp Siegfried“ hatte seine viel diskutierte Uraufführung 2021 am Old Vic Theatre in London und wird nun am Theater Pforzheim zum ersten Mal in deutscher Sprache zu sehen sein.
 

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FRANKENSTEIN

Premiere am 19. März 2027 im Großes Haus

Schauspiel von Nick Dear nach dem Roman von Mary Shelley

Der ehrgeizige Schweizer Wissenschaftler Victor Frankenstein hat das Geheimnis des Lebens entdeckt. Doch kaum erschafft er aus Leichen teilen ein menschliches Wesen, übermannt ihn der Ekel vor sich selbst und seiner Schöpfung – und er flieht. Fortan streift die verlassene Kreatur durch die Welt und erfährt aufgrund ihrer Andersartigkeit nur Hass und Gewalt. Einzig ein blinder alter Mann nimmt sich des bedürftigen Wesens an und bringt ihm neben Sprechen und Lesen auch das Denken bei. Doch bald wird es auch hier entdeckt und aus der Gemeinschaft ausgestoßen. Die zunächst unschuldige, sich nach Liebe sehnende Kreatur begeht eine grauenvolle Verzweiflungstat und macht sich auf den Weg zu ihrem Schöpfer: Frankenstein soll dem Wesen eine Gefährtin erschaffen. Als Victor diesen Plan jedoch vereitelt, schwört es blutige Rache …

Seit seiner Erstveröffentlichung 1818 hat Mary Shelleys Roman „Frankenstein“ die Phantasie unzähliger Künstler:innen beflügelt – zuletzt die des Regiestars Guillermo del Toro in seiner bildgewaltigen Verfilmung des Stoffes aus dem Jahr 2025. Der preisgekrönte englische Theater-, Film- und Radioautor Nick Dear erntete für seine moderne Bühnen-Adaption (2011 u. a. mit Benedict Cumberbatch am Royal National Theatre uraufgeführt) großen Zuspruch bei Kritik und Publikum. In seinem „Frankenstein“ untersucht er neben den desaströsen Folgen menschlicher Wissenschaftshybris sowie gesellschaftlicher Ablehnung des „Fremden“ auch die Frage, wer das eigentliche Monster der Geschichte ist: der Mensch oder die von ihm geschaffene Kreatur.

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DIE PHYSIKER

Premiere am 07. Mai 2027 im Großen Haus

Komödie von Friedrich Dürrenmatt

Mord im Sanatorium: Schon die zweite Krankenschwester ist einem Attentat zum Opfer gefallen. Das ruft Inspektor Voß auf den Plan. Doch Nervenärztin Mathilde von Zahnd, Leiterin der privaten Klinik „Les Cerisiers“, stellt sich vor ihre Patienten, die alle drei Physiker sind: einer hält sich für Einstein, einer für Newton, und der Dritte, Möbius, wird von Erscheinungen des Königs Salomo heimgesucht. Die Polizei hat keine Ahnung, dass keiner der drei wirklich krank ist. Allein der Kernphysiker Möbius ist allerdings wirklich Wissenschaftler. Er hat sich selbst in das Sanatorium einweisen lassen, denn seine letzte Entdeckung, die Weltformel und damit „das System aller möglichen Erfindungen“, könnte in den Händen der Falschen das Ende der Menschheit bedeuten. Seine beiden Mitpatienten wiederum entpuppen sich als Geheimagenten rivalisierender Mächte, die hinter Möbius und seinen Manuskripten her sind. Aber alle haben ihre Rechnung ohne Dr. Mathilde von Zahnd gemacht.

„Die Dramatik kann den Zuschauer überlisten, sich der Wirklichkeit auszusetzen, aber nicht zwingen, ihr standzuhalten oder sie gar zu bewältigen“, schreibt Friedrich Dürrenmatt, der in „Die Physiker“ Fragen nach der Verantwortung und dem gesellschaftlichen Umgang mit Wissenschaft und neuen Technologien, aktuell z. B. künstliche Intelligenz, stellt. Und dabei zu unbequemen Antworten kommt. Sein bitterböser moderner Klassiker ist – buchstäblich – das Gegenstück zu „Jekyll & Hyde“ und „Frankenstein“ am Theater Pforzheim.

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Kartenvorverkauf

Am 05. September 2026 um 10:00 Uhr beginnt der Kartenvorverkauf für bis dahin geplante Vorstellungen der gesamten Spielzeit 2026 – 2027.
Spezielle Regelungen sind bei Sonderveranstaltungen, an Feiertagen, zur Weihnachtsbenefizgala und Silvester möglich. 
Bitte beachten Sie die geänderten Kassenöffnungszeiten während der Spielzeitferien. Sie finden diese auf unserer Homepage.

Reguläre Öffnungszeiten unserer Theaterkasse:

Am Waisenhausplatz 5
75172 Pforzheim
Telefon: 07231 39 2440
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Di - Fr 10 - 19 Uhr
Sa 10 - 13 Uhr
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75172 Pforzheim
V.i.S.d.P.: Uwe Dürigen

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