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Musical

Evita

Musical von Andrew Lloyd Webber Gesangstexte von Tim Rice Inszenierung der Originalproduktion von Harold Prince Deutsch von Michael Kunze

Evita ist tot! Viel bewegt und vor allem Aufsehen erregt hat die sich hinter dem Namen Evita verbergende, schon mit 33 Jahren an Krebs verstorbene und zur Legende gewordene Eva Perón, die daher auch als „geistige Führerin“ Argentiniens oder „heilige Evita“ bezeichnet wird. Die Todesbotschaft versetzt das Volk in tiefe Trauer, sodass für die Übermittlung sogar eine Kinovorstellung unterbrochen wird. Der Kinobesucher Che erzählt retrospektiv Evitas Lebensgeschichte: Sie gelangt im Alter von fünfzehn Jahren über eine Liebesaffäre mit einem Tangosänger in die Großstadt Buenos Aires. Dort lernt sie wichtige Persönlichkeiten kennen und arbeitet als Radiomoderatorin und Schauspielerin. Bei einem Wohltätigkeitskonzert begegnet sie Juan Perón und gelangt durch ihn in noch höhere Gesellschaftskreise. Sie verhilft ihm zur Präsidentschaft und nutzt ihre Stimme fortan im Kampf gegen Armut und für das argentinische Volk. Doch wie lange kann Evita all den Anstrengungen mit ihrer inzwischen diagnostizierten Krebserkrankung noch standhalten?

Das zuerst 1976 als Album veröffentlichte und dann zwei Jahre später in London uraufgeführte Musical „Evita“ begeistert durch die emotionsgeladene und künstlerisch adaptierte Schilderung der Biografie, des spektakulären Aufstiegs und Falls, von María Eva Duarte de Perón (1919–1952). Die aus dem kleinen argentinischen Ort Los Toldos stammende Kämpfernatur schaffte es bis in den argentinischen Regierungspalast, die Casa Rosada, und setzte sich nicht nur für Arbeiter-, sondern auch für Frauenrechte ein. Bei dem Musical handelt es sich um die vierte Zusammenarbeit von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice. Lieder wie „Wein’ nicht um mich, Argentinien“ wurden große Hits und besonders durch Madonnas und Antonio Banderas’ Interpretation für die Musicalverfilmung von 1996 bekannt. Der Personenkult um Evita hält bis heute an. Für Aufsehen sorgte besonders der Diebstahl ihres Leichnams, der erst 17 Jahre später zurückgebracht wurde.