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Dancer in the Dark

Schauspiel von Patrick Ellsworth nach dem gleichnamigen Film von Lars von Trier

Flucht einer starken Frau aus dem Alltagsgrau in eine Welt, in der „nie etwas Schreckliches geschieht“

Die Immigrantin Selma arbeitet als alleinerziehende Mutter in einer Fabrik. Ihrer Umwelt verheimlicht sie ihre voranschreitende Erblindung. Um eine Operation für ihren Sohn Gene bezahlen zu können, damit ihm nicht das gleiche Schicksal widerfährt, schuftet sie bis zur Erschöpfung und träumt sich zwischendurch aus dem Alltagsgrau in die schöne Welt der Musicals, in der „nie etwas Schreckliches geschieht“. Doch auch andere Menschen haben Nöte: Bill braucht Geld, weil seine Frau es zum Fenster rauswirft. Selmas Ersparnisse würden ihm helfen. Doch die möchte die eigene Zukunft nicht aufs Spiel setzen. Als ihre Geldreserven gestohlen werden, nimmt die Geschichte einen dramatischen Lauf: Selma wird schließlich wegen Mordes angeklagt.

Lars von Trier gehört zu den bedeutendsten Filmemachern der Gegenwart. „Dancer in the Dark“ drehte er mit der isländischen Musikerin Björk als dritten Film seiner „Golden Heart Trilogy“. In „Dancer in the Dark“ steht laut Autor eine „tragische Frauengestalt im Mittelpunkt, die sich für andere aufopfert und deren Liebe nicht davon abhängt, wie sie – vom Schicksal oder von den Menschen – behandelt wird.“ Und: „Zuerst einmal leben wir in einer Kultur, hier, in diesem Teil der Erde, wo es ein Mann ist, der am Kreuz hängt, der sich opfert. Aber ist es nicht toll, dass es auch Frauen gibt? Sind es denn wirklich nur Männer, die sich opfern?“