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"Es war einmal: Europa" - Pressestimmen (Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt.)

Pforzheimer Zeitung

Montag, 16. September 2019

"Wenn das Theater sich selbst auf die Schippe nimmt, hat das Publikum seine helle Freude. So auch im Podium des Pforzheimer Theaters bei der Premiere von „Es war einmal Europa“."

"Die Autorin nennt ihren Stil „performatives Sprechen“, das auf psychologische Schlüssigkeit und festgelegte Rollen ausdrücklich verzichtet.  .... Sich zurechtzufinden im Irgendwo, zwischen Mythos und Utopie, eine neue Wirklichkeit zu suchen zwischen Gestern, Heute und Morgen und realistische Versatzstücke nur noch als fiktives Material zu zitieren – diesem Konzept folgt die Aufführung 80 Minuten lang."

"Die pointierten Kostüme (Paulina Immig - sic! korrekt: Svea Schiemann) und die gut gemachten musikalischen Einlagen (Michael Lieb) sorgen für zusätzliche Effekte."

"Was bleibt, ist der Spielfreude des jungen Ensembles überlassen, in dem einige Darsteller hier ihr Pforzheimer Debüt geben. Myriam Rossbach, Nicolas Martin und Alexander Doderer spielen neben den drei „Bewerbern“ auch die absonderlichen Museumsobjekte. Daniel Kozian ist das dämonische Hologramm, Nasra Belina Mohammed-Ali irrlichtert als Stern durchs Geschehen, und Nika Wanderer macht aus der überdrehten Regisseurin eine witzige Studie, die bei der Premiere vor allem den vielen Theaterleuten im Publikum demonstratives Vergnügen bereitete. Zum Spielzeit-Auftakt setzt diese anarchische Europa-Farce einen knalligen Akzent."

Rainer Wolff
 

Badische Neueste Nachrichten

Montag, 16. September 2019

"Mit übersteigerten Sinnesreizen und drastischen Bildern gestaltet Regisseurin Cornelia Maschner am Theater Pforzheim ein absurdes Märchen: „Es war einmal: Europa“ von Miroslava Svolikova. In 80 Minuten irren, quatschen und tanzen neun groteske Figuren durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wobei sie besonders gern in den 1980er-Jahren hängen bleiben, etwa wenn sie sich zu dem Geier-Sturzflug-Lied „Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)“ sarkastisch zwischen Aerobic und Ententanz bewegen."

"Bei der Premiere im Podium des Theaters Pforzheim lachten die Zuschauer viel." 

"In dem als Farce angekündigten Stück der österreichischen Autorin Miroslava Svolikova, das unter dem umschweifenden Titel „Diese Mauer fasst sich selbst zusammen und der Stern hat gesprochen, der Stern hat auch was gesagt“ 2017 in Wien uraufgeführt wurde, geht es zum einen um Europa, um die Union, die nun „Onion“ (Zwiebel) heißt und den Stern zum Weinen bringt. Zum anderen geht es um ein undurchsichtiges Bewerbungsverfahren, bei dem sich drei „Figuren“ (Myriam Rossbach, Nicolas Martin, Alexander Doderer) aus dem akademischen Prekariat von einem eloquenten Hologramm (Daniel Kozian) durch ein die Reliquien des vergangenen Europa bewahrendes Museum führen lassen."

Sibylle Orgeldinger