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Die Zofen

Stück von Jean Genet

Über Macht, Unterdrückung und leidenschaftlichen Widerstand

Aus reiner Bosheit haben die Schwestern Claire und Solange ihren „gnädigen Herrn“ durch falsche Zeugnisse verhaften lassen. Der „gnädigen Frau“ dienen sie weiterhin als Zofen und spielen in deren Abwesenheit ein demütigendes Spiel von Herrschaft und Knechtschaft: Eine von ihnen verkleidet sich, übernimmt die Rolle der „gnädigen Frau“ und kommandiert die andere so lange herum, bis diese aufbegehrt und einen Racheplan schmiedet, der in der Ermordung der „Gnädigen“ endet. Schließlich soll der Ritualmord des Rollenspiels in die Realität getragen werden. Doch die Nachricht von der Haftentlassung des Herrn vereitelt die Pläne der Schwestern. Ersatzweise lässt sich Claire im Spiel
von ihrer Schwester vergifteten Tee reichen …

Das bekannteste Stück von Jean Genet heißt im Französischen Original „Les Bonnes“, was sowohl „Die Zofen“ als auch „Die Guten“ bedeutet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Frankreich uraufgeführt, erzählt es von Widerstand in autoritären Strukturen, dessen Radikalität sich uns heute nicht mehr auf den ersten Blick erschließt. Dabei werden zeitlos aktuelle Themen verhandelt: Macht und Unterdrückung im Privaten, aber auch global. Der Dreiakter ist als Spiel im Spiel angelegt. Dieser herausragende Klassiker der Moderne ist eine echte Wiederentdeckung: In Pforzheim wurde er seit den 60er Jahren nicht mehr gespielt.

Pressestimmen

Besetzung - 

Claire – Nika Wanderer
Solange – Michaela Fent
Madame – Myriam Rossbach

Inszenierung – Marek Bednarsky
Bühne und Kostüme – Steven Koop
Dramaturgie – Peter Oppermann