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Pforzheimer Zeitung

Mittwoch, 16. November 2016

Von Berlin über Amsterdam nach Moskau reisen sie, über Spanien, und Frankreich bis nach Mexiko. Lilian Huynen und Klaus Geber sind bei ihrer musikalischen Sommertour durch die Welt nicht zu bremsen. Keine langatmigen Anmoderationen, stattdessen ein frischer Durchmarsch durch das Liedrepertoire der 1930er- bis 1970er-Jahre, dazwischen ein paar Aphorismen zum Thema Reise. Und schon geht’s weiter – ganz nach dem Motto: Reisende soll man nicht aufhalten.

Die beliebten Darsteller haben auf vielfachen Wunsch des Publikums einen neuen „Lieder-lichen“ Abend gestaltet – und ihn mit Lust und Ironie im ausverkauften Foyer des Stadttheaters zur Premiere gebracht. Zum Einstieg wünscht das Duo allen eine „Glückliche Reise“ mit Künnekes Operettenlied – und stellt auch gleich alle Bandmitglieder vor: Klaus Dusek am Kontrabass, Roland Härdtner am Schlagzeug und Tobias Leppert am Klavier. Ein munteres Trio in kurzen Hosen und Hawaiihemden, das für schmissige und schmelzende Töne sorgt.

Und so kann es losgehen, mit dem „Tapetenwechsel“ und der Fahrt „mit meiner Klara in die Sahara“. Bekannte Schlager, Musikfilmhits und Chansons stehen auf dem einstündigen Programm, solche wie „Ich hab’ noch einen Koffer in Berlin“, mit dem Geber und Huynen zum Träumen anregen. Berührend schön ist die Ballade „Laat me“ (Lass mich), die die niederländische Sängerin mit Leib und Seele in ihrer Heimatsprache singt. Eine Einladung zum Schunkeln dagegen der von Geber präsentierte Evergreen „Tulpen aus Amsterdam“. Richtig in Fahrt kommen die beiden im Duett – mit „Zwei kleine Italiener“ und „Itsy Bitsy“. Oder bei „Eviva España“, bei dem die Kastagnetten klappern und das Publikum begeistert mitklatscht.

(...) Doch nicht nur mit Humor, auch mit ihrer Stimmkraft reißen die Publikumslieblinge mit. Huynen zeigt dies hingebungsvoll bei Vicky Leandros’ „Theo, wir fahr’n nach Lodz“ oder Frank Sinatras „New York, New York“, Geber bei Udo Jürgens „Griechischer Wein“. Und weil die jodelnde „Schützenliesel“ schon beim ersten Liederabend so gut ankam, beendet das Duo den launigen Auftritt mit dem Kult-Rausschmeißer.

Badische Neueste Nachrichten

Mittwoch, 16. November 2016

Wenn Lilian Huynen und Klaus Gerber einen Liederabend geben, ist das Haus immer voll. So auch, als die beiden mit „Ich halt’s nicht aus, ich muss mal raus“ ein gut gelauntes Publikum mit auf eine musikalische Reise nahmen. Begleitet wurden sie an diesem lieder-lichen Abend, im Foyer des Stadttheaters, von Tobias Leppert, Piano, Klaus Dussek, Bass/Gitarre und Roland Härdtner, Schlagzeug.

Für eine besondere Stimmung sorgte nicht nur, dass die Musiker alle sommerlich gekleidet waren, sondern auch das Publikum an Bistrotischen und eine, über die ganze Zeit, geöffnete Bar. Dadurch entstand eine Art heitere Kabarett-Stimmung. Das Thema an diesem kalten Novemberabend war Reisen. In der nur einstündigen Vorführung gaben Huynen und Gerber, abwechselnd oder als Duett, ganze 24 Lieder zum Besten. Die meisten waren bekannt, allerdings die individuelle Interpretation überraschte, entlockte ein Schmunzeln oder gar Lachen und immer wieder durfte mitgemacht werden durch Klatschen oder gar Mitsingen. Los ging es mit ganz fernen Ländern (...) Amsterdam und New York durften nicht fehlen. Mitgenommen wurde das Publikum nach Italien, Spanien und Griechenland.

Vorwiegend stammten die Lieder aus dem Nachkriegs-Deutschland, der Zeit des Wirtschaftswunders und des Schlagers. Temporeich und spritzig von der ewig jungen Huynen präsentiert, mussten drei Zugaben gegeben werden, bis das begeisterte Publikum die Künstler entließ.