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Tanz Pur 6

Internationaler Tanz am Puls der Zeit

Neue Choreografien von Sebastian Abarbanell und Damian Gmür

„And the winner is ...“– auch so hätten wir die sechste Ausgabe von TANZ PUR nennen können, unserer Plattform für internationalen, zeitgenössischen Tanz in Pforzheim. TANZ PUR – das bedeutet: Neue Stücke und neue choreo¬grafische Handschriften, neue Arbeitsweisen mit dem Körper und seinen Bewegungsmöglichkeiten, schließlich neue sinnliche Erfahrungen, die das Ballett Theater Pforzheim mit Gast-Künstlern und dem Publikum teilt. 

Wer macht´s diesmal? – Kurzum: Neben Damian Gmür, stellvertretender Direktor und zweiter Choreograf des Ballett Theater Pforzheim, ist Sebastian Abarbanell neuer Residenzchoreograf der Companie. Ballettdirektor Guido Markowitz war Mitglied der Jury des renommierten Solo-Tanz-Theater-Festivals Stuttgart und hatte den in Berlin lebenden Solotänzer und Choreografen als Gewinner einer Residenz beim Ballett Theater Pforzheim ausgewählt. Abarbanell studierte am renommierten Trinitay Laban Conservatoire of Music and Dance in London und ging anschließend nach New York wo er mehrere Jahre unter anderem für Andrea Miller´s Gallim Dance Company und die Sidra Bell Dance Company New York tanzte und als choreografischer Assistent und Dozent tätig wurde. 2018 gewann er den ersten Preis und den Publikumspreis des contact.energy Tanztheater Festival Erfurt. Weitere soloarbeiten präsentierte er bei Masdanza auf den Kanarischen Inseln, beim Gdansk Dance Festival in Polen, beim Istanbul Fringe Festival in der Türkei oder in verschiedenen Theatern in New York. 

Damian Gmür prägt seit 2017 neben Chefchoreograf Guido Markowitz das Repertoire des Ballett Theater Pforzheim. Auch seiner neuen Uraufführung darf mit großer Aufmerksamkeit entgegen gesehen werden, stößt der gebürtige Schweizer und frühere Tänzer zunehmend markant auf die Kernthemen einer ureigenen, vom israelischen Tanz beeinflussten Ästhetik: Energie, Rhythmus und Dynamik. Intensive kreative Arbeitsprozesse in diesen Feldern führen zu seismografisch wirkenden Werken der Gegenwart. Zuletzt war so 2020 für acht Tänzer*innen „45“ entstanden, davor 2019 „Wolken die uns nicht tragen“ und 2017 das Duett „Drift“.  Gemeinsam mit Guido Markowitz hat Damian Gmür  zudem die Site Specific-Arbeiten „Schwimm, wenn Du kannst!“ (2017) im Emma Jäger-Bad und „Perfekt unperfekt“ (2018) im Schmuckmuseum geschaffen.