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Die vier Jahreszeiten

Ballett von Guido Markowitz auf Musik von Max Richter nach Antonio Vivaldi

Starke Bilder und Gefühle

Hingerissen war das Pforzheimer Publikum in der vergangenen Spielzeit von Guido Markowitz neuem und intensivem Ballett „Die vier Jahreszeiten“. Getragen und zugleich getrieben von Max Richters betörender Rekomposition von Antonio Vivaldi´s berühmten Violinkonzerten aus dem Jahr 1725, erzählen Markowitz und das Ballett Theater Pforzheim in der Sprache des packend-zeitgenössischen Tanzes vom Leben und Erleben der Liebe eines Menschen – über Tage, Jahre Zeiten und Räume hinweg. Guido Markowitz: „Das Publikum erwartet Bilder, die uns die Jahreszeiten nahe bringen, das ist klar, aber ich reflektiere den Ablauf der Jahreszeiten unter einem ernsten Aspekt: So sieht man oft am Ende eines Jahres, was sich verändern musste oder was geblieben ist. Wir sind alle Menschen, die in ihrem Leben schon einmal Orte oder Momente erlebt haben, an denen man gespürt hat, dass man nicht mehr bleiben kann, sondern gehen muss: Weil Dinge, Beziehungen oder Landschaften kaputt und verloren gegangen oder gar zerstört worden sind. Man steht quasi vor den Bruchstücken eines Jahres – seien es Bruchstücke in Natur und Umwelt oder im Privatleben.“ Die sehnsüchtig erwartete Wiederaufnahme des Balletts, das im Frühjahr unter dem Titel „Being Human“ als Tanzfilm im Netz re-inszeniert wurde, überrascht nun mit einer Neubesetzung: Mit Selene Martello schlüpft erstmals eine Frau in die Rolle der größten Liebe der tragenden Hauptfigur und ringt dem Ballett so erneut eine andere Erzählung ab. „Die vier Jahreszeiten“ - ein Tänzerinnen und Tänzer physisch herausforderndes getanztes Panorama der Freude, Begegnung, Leidenschaft, Verschmelzung, Verbundenheit, Trennung, Abschied und Wiederkehr.
 

Choreografie und Inszenierung – Guido Markowitz
Musik – Max Richter nach Antonio Vivaldi
Kostüme – Marco Falcioni
Videobild – Philipp Contag-Lada

Uraufführung – 25. Januar 2020

Choreografische Assistenz – Damian Gmür
Dramaturgie – Alexandra Karabelas

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