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Brahms - Glaube Liebe Hoffnung

Ballett von Guido Markowitz

Gastspiel am 06. Oktober, Aalen, Stadthalle.
Weitere Gastspiele: 30. November 2021,  Schwäbisch Gmünd, Congress-Centrum Stadtgarten; 18. Februar 2022, Metzingen, Stadthalle; 22. Februar 2022, Biberach, Stadthalle.


Kaum eine andere Symphonie als Johannes Brahms „Erste“ in C-Moll, op. 68 aus dem Jahr 1876 ermöglicht uns derzeit, nachzuspüren, wo wir und die Welt stehen. Spröder, zögerlicher, nachdenklicher, aber auch nervöser als Beethovens „9. Symphonie“, als dessen würdiger Nachfolger sie gilt, erlaubt sie, das Menschsein gerade in Zeiten des Umbruchs in den Blick zu nehmen und die Gedanken und Gefühle schweifen zu lassen. Guido Markowitz choreografierte sein neues Ballett „Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“ während der letzten Monate, in denen pandemiebedingt keine Vorstellungen stattfinden durften. Entsetzt, getroffen, besorgt und berührt von Ereignissen in der Welt und dem Ringen der Menschen mit sich selbst, entschied sich Markowitz, die drei universalen menschlichen Grundhaltungen des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung ins Zentrum seines neuen Werks zu stellen. Markowitz gestaltet sie als drei Figuren einer assoziationsreichen Tanzhandlung. Gemeinsam führen sie an einem Niemandsort durch ein Dickicht seelischer Erfahrungen, inneren Verstrickungen und daraus folgenden emotional angetriebenen Handlungen. Durchbrochen von elektronischen Einspielungen, die Fabian Schulz komponierte, einzelnen Versen, die die Tänzer*innen gemeinsam schriftlich entwickelten, und verwoben mit Samuel Barbers sehnsuchtsvollem Adagio aus dem Jahr 1936 als Auftakt des Abends, durchlebt das Publikum mit „Brahms – Glaube Liebe Hoffnung“ so eine episodisch gebaute Tanzparabel, die die Bewegungs- mit der Videokunst, das Tanztheater mit Zeitgenössischem Tanz und neoklassischen Momenten vereint. Das Kostümbild stammt von Erika Landertinger. Das Raum- und Videobild entwickelte Philipp Contag-Lada. Die Visuals erstellte Mirko Ingrao.

 

Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68 (1874)
Samuel Barber, Adagio for Strings (1938)

 

 

Besetzung —

Der Glaube – Francisco Ladrón  Guevara de Rodríguez / Charles Antoni 
Die Liebe – Mei Chen
Die Hoffnung
- Alex Ferro

Ensemble — Marta Allocco, Stella Covi, Fabienne Deesker, Elise de Heer, Mikaela Kos, Selene Martello (a.G.), Eleonora Pennacchini, Charles Antoni, Emanuele Senese, Mirko Ingrao, Willer Gonçalves Rocha, Francisco Ladrón  Guevara de Rodríguez, Tse-Wei Wu

Es spielt die Badische Philharmonie Pforzheim

Choreografie und Inszenierung — Guido Markowitz
Musikalische Leitung — Robin Davis
Bühnenbild und Videoinstallation — Philipp Contag-Lada
Kostümbild — Erika Landertinger
Choreografische Assistenz — Damian Gmür
Dramaturgie — Alexandra Karabelas
Sounddesign — Fabian Schulz
Visuals  — Mirko Ingrao