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Theater Pforzheim

Deller

 

Extra-Newsletter: "Dark Waves"

Foto: Dark Waves

Jeremy Deller


Exodus, 2012
3D-Videoprojektion

Mit “The Battle of Orgreave” (2001) seinem “stairway to heaven” und “Memory Bucket” (2003) hat Jeremy Deller 2004 den Turnerprize gewonnen. Mittlerweile zählt er neben Damien Hirst, Tracey Emin und den Chapman Brothers zu den Superstars des zeitgenössischen Kunstbetriebs. Dieses Jahr hat Deller Großbritannien auf der Biennale von Venedig vertreten.

„Memory Bucket“ ist ein eher „amateurhafter“ Film über das Texas von George W. Bush und das sogenannte „Texas – Massaker von Waco“. Für viele unvergessen die Nachrichtenbilder von damals. Im April 1993 stürmte das FBI nach längerer Belagerung das Gelände der „Ranch Apocalypse“ von Sektenführer David Koresh, einem ehemaliger Rocksänger mit bürgerlichem Namen Vernon Wayne Howell. Bei dem Angriff kamen 86 Sektenmitglieder unter ihnen Koresh ums Leben, einige begingen Selbstmord.

Am Ende von „Memory Bucket“ sieht man, wie Millionen von Fledermäusen aus einer großen Höhle in den Abendhimmel von Texas aufsteigen, Sinnbild für die Schönheit und Größe der Natur angesichts menschlicher Schrecken. 2011 kehrte Deller zur „Frio Cave“ in Texas zurück, um diese Szene neu zu drehen.

“I went back to Texas to film the bat caves I filmed for Memory Bucket (2003) because I didn’t feel as if I had filmed them properly the first time. I felt this would be the ultimate 3D film, experiencing millions of bat flying all around you”.

“Exodus” war 2012 einer der Höhepunkte von Dellers großer Retrospektive „Joy in People“ in London und sein Beitrag zur Art Basel. So ist es eine kleine Sensation, dass diese Arbeit nun im Rahmen von „Dark Waves“ zum ersten Mal in Deutschland gezeigt werden kann.
































 
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