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Faltgeschichte — Bobby, das Weihnachtstraumhörnchen

Von Swantje Willems, Christina Zejewski, Mira Hofmann, Inken Meents und Michael Schmidt

Piff, paff, puff. So schwer konnte die Hausaufgabe, das perfekte Weihnachtsgeschenk für ein Kind zu finden, doch nicht sein. Bobby das Weihnachtstraumhörnchen hatte ganz schön Probleme mit dem Wunschgeschenkezaubern und den weihnachtlichen Fantasiegeschichten. Wie sollte Bobby es jemals schaffen das perfekte Weihnachtsgeschenk für jedes Kind zu finden?

Piff, pöff. Zum Üben hatte jedes Weihnachtstraumhörnchen ein kleines Buch mit Bildern von echten Menschenkindern bekommen. Ein paar Augenblicke lang durften sie sich ein Foto anschauen, um herauszufinden, was das beste Weihnachtsgeschenk für dieses Kind sein würde. Nur ein paar Augenblicke, um sich die perfekte Weihnachtstraumgeschichte für dieses Kind auszudenken. Wie schafften seine Freunde Peps und Schubidu das bloß?

Ein lautes Geräusch ließ Bobbi aus seinen Gedanken hochschrecken. Bumm! Es war kurz still. Dann wieder, bumm! Bobbi lauschte gespannt. Stimmen. Tiefe und hohe, schrille und sanfte, und der Gesang kam ihm unglaublich einzigartig vor. „Wer singt denn da?“ murmelte Bobbi vor sich hin. Eine kleine Gruppe von Menschlein tummelte sich auf der Straße. Einem von ihnen hing eine große Trommel um den Hals. Es sah niedlich aus, das kleine Menschlein mit der riesigen Trommel.

Doch halt! „Menschenkinder? Hier? Wie sind die denn hierhergekommen? Nein! – wie bin ich denn hier her gekommen?“, stieß Bobbi ganz erstaunt aus, hielt sich aber sofort erschrocken die Pfötchen vor den Mund und schaute um sich, um sich zu vergewissern, dass ihn keiner der Menschen in der Zaubertraumwelt gesehen oder gehört hatte. Der Zauber musste also doch geklappt haben, ich bin in einen menschlichen Traum gelangt, aber wie …? Tam Tam Tralalala. „Was trommelt und singt ihr da? … singen…“, flüsterte Bobbi. Vielleicht war das der Schlüssel, um das beste Geschenk und die perfekte Traumgeschichte dazu zu finden! Haltet euch fest, Peps und Schubidu!

Bobbi betrachtete sich einen Jungen einen Augenblick lang, der hinter einem Fenster schlafend in seinem Bett lag. Er sah frech und abenteuerlustig aus. Sofort durchfuhr ihn ein Rhythmus: „Bada Bum, Bada piff, Bada Bum, Bada paff, Bada Bum, Bada piff…“. „Lala, lalala, la la, lalala, lala, lalala, la la“. Dann probierte er es mit Text: „Komm, Komm, mach dein Päckchen auf, was ist drin, na, na, du kommst nicht drauf. Eine Überraschung, ha, ha so fett, und sie passt zu dir, na, na, ist das nicht nett“.

Hinter dem Fenster materialisierte sich ein gelbes Päckchen mit einer lila Schleife. „Wenn das Frühjahr kommt, bald, bald, dann kannst du das, fahren weit, weit, weit, und trotzdem bist du dann, bald, bald, zum Essen zu Haus, Mahl-zeit.“ Das Päckchen war etwa 1x1 m groß und ziemlich schmal. Und Bobbi begann zu jubeln, er hatte es erstmals geschafft. Ein tolles Geschenk für einen frechen, abenteuerlustigen Jungen. Und an den Bewegungen des Jungen sah Bobbi genau, dass der Junge heftig von seinem Geschenk träumte.