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Florian Erdl

Florian Erdl 

Von 2012 bis heute war Florian Erdl erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor (GMD) an mehreren Theatern: am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in Flensburg, der Oper Graz und aktuell am Stadttheater Pforzheim, wo er in der Spielzeit 2019/2020 auch kommissarischer GMD war. Er dirigiert am Theater Pforzheim diese Spielzeit Abrahams „Märchen im Grand-Hotel“, Verdis „Falstaff“, Brittens „Ein Sommernachtstraum“, den Opernabend mit Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ und Henzes „Das Wundertheater“ sowie den Ballettabend „Beethoven. Unerhört. Grenzenlos.“.

Seit 2017 war Erdl mehrfach musikalischer Assistent von GMD Sebastian Weigle an der Oper Frankfurt. Nach der Arbeit an Richard Strauss’ „Capriccio“ dirigierte er dort Mozarts „Zauberflöte“ (2018) und Schrekers „Der Ferne Klang“ (2019) und Mozarts „Cosí fan tutte“ (2022) nachdem für ihn „Le Nozze di Figaro“ 2021 pandemiebedingt ausfallen musste.

Gastdirigate führten Erdl unter anderem ans Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Schwerin, die Oper Kiel und das Landestheater Innsbruck. Konzerte brachten ihn mit der Philharmonie Merck und dem Sønderjyllands Symfoniorkester zusammen. Zudem ist er seit März 2020 mit der Vertretungsprofessur Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Rostock betraut, wo er Mozarts „Don Giovanni“ einstudierte und sämtliche Sinfoniekonzerte leitet.

In Erdls eigenen Einstudierungen seien neben den großen Mozart-Opern und Verdi („La Traviata“, „Macbeth“, „Rigoletto“ und „Un ballo in maschera“) besonders Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ und Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ erwähnt. Schwerpunkte in Erdls Sinfoniekonzerten sind das spätromantische und expressionistische Repertoire bis Hans Werner Henze, wobei er sich, wann immer möglich, für Neue Musik engagiert. Von zahlreichen Opernübernahmen seien neben Tschaikowskys „Eugen Onegin“ und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ besonders Puccinis „Madama Butterfly“, Verdis „Falstaff“, Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“, Previns „A Streetcar Named Desire“, Wagners „Rheingold“ und Bergs „Lulu“ genannt.

Erdl betrieb neben dem Studium Orchesterdirigieren und Musiktheorie Studien in Philosophie, Musikwissenschaft und Regie.