Inhalt

Die Verwandlung

nach Franz Kafka

Eines Morgens erwacht Gregor Samsa als „Ungeziefer“. Während Gregor die neue Situation annimmt und sogar Gefallen findet am nutzlosen Müßiggang, wird er in den Augen seiner Familie zum sozialen Fremdkörper: Statt Sohn und Bruder sitzt ein Ungeziefer in ihrer Mitte. Im kleinbürgerlichen Familienkosmos sorgt diese Metamorphose nicht nur für Unverständnis, Angst und Schrecken. Die anfängliche Ratlosigkeit sucht sich ein Ventil in immer größerer Grausamkeit, bis Vater, Mutter und Schwester Gregor am Ende zugrunde gehen lassen.
Kafkas Erzählung kann als die schmerzhafte Metamorphose vom Kind zum Erwachsenen gedeutet werden. Traum und Wirklichkeit, Schein und Sein verschränken sich in „Die Verwandlung“ zu jener einzigartigen Welt- und Selbstwahrnehmung, für die der Ausdruck „kafkaesk“ erfunden wurde. Kafka entfaltet durch seinen überaus sachlichen Ton eine paradoxe, zuweilen anarchische Komik.

Premiere — 19. Januar 2018

Regie — Robert Besta