Inhalt

1929 gründeten 50 Berufsmusiker aus Pforzheim die Notgemeinschaft Pforzheimer Musiker. Ein Jahr später benannten sie sich in Pforzheimer Symphonie-Orchester um. Die Musiker spielten hauptsächlich für den Süddeutschen Rundfunk Stuttgart und in den verschiedenen Bädern der Region. 1940 ging das Orchester in städtische Hand über und erhielt – in Anerkennung für die Bereicherung des kulturellen Lebens in Pforzheim – den Titel Städtisches Orchester Pforzheim. Mit der Schließung des Pforzheimer Theaters 1944 wurden das Ensemble und das Orchester aufgelöst. Am 1. Januar 1946 wurde das Theater neu gegründet und im Jahr darauf Schauspiel, Orchester und Kammeroper zum Stadttheater Pforzheim zusammengefügt. Am 18. Oktober 2009 erfolgte die Umbenennung in Badische Philharmonie Pforzheim durch Oberbürgermeister Gert Hager, als Anerkennung dafür, dass das Orchester überregionale Bedeutung gewonnen hatte.
Im Pforzheimer Dreispartentheater begleitet die Badische Philharmonie sämtliche Vorstellungen des Musiktheaters. Auf dem Spielplan stehen Opern aus allen Epochen, Operetten, Musicals, Ballett und Tanztheater. Theater und Badische Philharmonie Pforzheim geben auch zahlreiche Gastspiele in Städten Süddeutschlands und der Schweiz, die kein eigenes Musiktheater haben, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Kulturangebot im ländlichen Raum. Außerdem hat die Badische Philharmonie eine zentrale Stellung im Konzertwesen der Stadt Pforzheim. Fünf Sinfoniekonzerte stehen pro Saison auf dem Programm, wobei das klassisch-romantische Repertoire einen Schwerpunkt bildet. Darüber hinaus beweisen diverse Uraufführungen, dass sich das Orchester auch der Pflege der zeitgenössischen Musik verschrieben hat. Zudem sorgt das Orchester mit seinen Kinder- und Jugendkonzerten für Nachwuchs unter den Konzertbesuchern. Zahlreiche Musikerinnen und Musiker engagieren sich mit dem musikpädagogischen Programm Abenteuer Musik ehrenamtlich für kulturelle Bildung in Schulen und Kindergärten. Nicht zuletzt musizieren viele Mitglieder des Orchesters in Kammermusikensembles, die u.a. im Foyer des Theaters sonntägliche Konzertmatineen gestalten.
Seit der Spielzeit 2008/09 leitet der Münchner Markus Huber als Generalmusikdirektor das Orchester und konnte seitdem zusammen mit den 40 Musikerinnen und Musikern die Qualität und das Ansehen der Badischen Philharmonie Pforzheim kontinuierlich steigern. Ein Highlight der Konzertsaison ist der von Markus Huber ins Leben gerufene Goldstadtzirkel weltberühmter Pianisten. Hier arbeiteten bereits international renommierte Solisten wie Martin Stadtfeld, Ivo Pogorelich oder Nikolai Tokarev mit der Badischen Philharmonie Pforzheim zusammen. 2011 entstand der Livemitschnitt eines Sinfoniekonzerts mit Werken von Mozart und Reger; die CD ist am Büchertisch des Theaters erhältlich.